Bei fehlender Gesamtbetragsangabe im Verbraucherdarlehen muss keine rückwirkende Anrechnung der überzahlten Zinsen auf die Tilgung erfolgen

24. September 2009 – 16:16

Fehlt im Verbraucherdarlehensvertrag entgegen § 4 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1b des VerbrKrG a.F. ( § 492 Abs. 1 Nr.2 BGB n.F.) die Gesamtbetragsangabe, istder Darlehensvertrag nichtig (§ 6 Abs. 1 VerbrKrG a.F., § 494 Abs. 1 BGB n.F.). Mit Auszahlung der Darlehensvaluta wird der Darlehensvertrag geheilt, der vereinbarte Zinssatz reduziert sich aber rückwirkend auf den gesetzlichen Zinssatz  (§ 6 Abs. 2 VerbrKrG a.F., § 494 Abs. 2 BGB n.F.). Die vereinbarten Teilzahlungen sind von der Bank neu zu berechnen und der bislang zuviel gezahlte Zins an den Verbraucher nach § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB zurückzuzahlen. In der Entscheidung des BGH vom 20.01.2009 (Az. XI ZR 504/07) hatte der Kunde stattdessen verlangt, dass der von ihm über den gesetzlichen Zinssatz hinaus zuviel gezahlte Zins zur Tilgung der Darlehensvaluta verrechnet wird. Dies hatte der BGH verneint. Ein solches Wahlrecht steht dem Kunden neben der Rückzahlung des zuviel gezahlten Zinses nicht zu.

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