Cross-Currency-Swaps erfordern präziseste Anlageberatung

14. Oktober 2009 – 11:20

Cross-Currency-Swaps sind Finanzderivate, die in den höchsten Risikobereich einzustufen sind. Das maximale Verlustrisiko ist nicht auf den Einsatz beschränkt. Sie sind nicht als Instrument zur Zinsoptimierung eines grundpfandrechtlich gesicherten Privatkredits geeignet. So urteilte das LG München am 29.05.2009 (Az. 35 O 6511/08) in einem Fall, in dem einem Privatkunden auf eigeninitiaves Angebot des Bankberaters ohne Aufklärung  über die genaue Funktionsweise und das Risikopotential mehrfach Cross-Currency-Swaps verkauft wurden mit der Zielsetzung die Zinsverpflichtung aus seinem privaten Darlehen zu optimieren. Das LG München definiert anhand dieses Falles noch einmal die Eckpfeiler der Anlageberatung. Mit dem Anlageberatungsvertrag verpflichtet sich der Berater zur anlage- und anlegergerechten Beratung. Anlegergerecht bedeutet eine sorgfältige und differenzierte Ermittlung des Anlegerprofils, d.h. dessen persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse, seine Vorerfahrung, seine Risikobereitschaft und sein Anlageziel. Insbesondere bei besonders diffizilen und riskanten Produkten muss auf den individuellen Horizont des Anlegers geachtet werden. Ordnet sich der Kunde unter „spekulativ“ ein, weil er bereits in Aktien investiert hat, kann diese Einordnung nicht einfach auf die Investition in Cross-Currency-Swaps übertragen werden. Das Verlustpotential ist hier ungleich höher. Die objektgerechte Beratung verlangt, dass die vom Berater empfohlene Anlage auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden unter Berücksichtigung seines Anlageziels zugeschnitten ist. Es muss über alle Umstände und Risiken, die für die Anlageentscheidung von Bedeutung sind, richtig und vollständig informiert werden. Beispielsrechnungen und Charts müssen auch für das dem Kunden konkret empfohlene Produkt zutreffen sein. Auch auf den Verständnishorizont des Kunden ist besonders Rücksicht zu nehmen. Je komplexer und professioneller die Produkte sind, die einem Kunden angeboten werden, um so detaillierter und umfangreicher muss auch die Beratung sein.

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