Widerrufsbelehrungen in Verbraucherdarlehensverträgen – Der Widerruf und seine Folgen

28. Juli 2014 – 09:58

Der Bundesgerichtshof hat sich in zahlreichen Urteilen mit der Klarheit und Verständlichkeit von Widerrufsbelehrungen in Verbraucherdarlehensverträgen auseinandergesetzt. Zahlreiche Widerrufsbelehrungen in Verbraucherdarlehen sind für den Verbraucher missverständlich formuliert und damit falsch. Betroffen davon sind Darlehensverträge von den unterschiedlichsten Kreditinstituten. Die Folge davon ist, dass der Verbraucher als Darlehensnehmer bislang keine (richtige) Widerrufsbelehrung erhalten hat und die gesetzliche Widerrufsfrist damit bislang nicht begonnen hat, zu laufen. Der Verbraucher kann seinen Darlehensvertrag damit immer noch gegenüber der Bank widerrufen und sich somit – ohne Vorfälligkeitsentschädigung – vom Vertrag lösen.

Bevor ein solcher Widerruf gegenüber der Bank ausgeübt wird, sollten die Folgen dessen reflektiert werden. Nach einen wirksamen Widerruf des Verbraucherdarlehensvertrags sind die empfangenen Leistungen von beiden Seiten zurückzugewähren – und zwar unverzüglich. Das bedeutet, wenn man sich als Verbraucher von einem hoch verzinsten Darlehensvertrag durch Widerruf lösen möchte, muss einerseits die Bank die bislang erhaltenen Zinszahlungen an den Darlehensnehmer erstatten und andererseits der Darlehensnehmer die noch offene Darlehensvaluta an die Bank zurückzahlen. Falls dies durch eine Umfinanzierung zu einem heute günstigeren Zinssatz erfolgen soll, ist es ratsam, sich vor Ausspruch des Widerrufs ein verbindliches Umfinanzierungsangebot einzuholen. Im Falle einer Immobilienfinanzierung sollte mit dem umfinanzierenden Kreditinstitut besprochen werden, wie verfahren wird, falls die meist im ersten Rang eingetragene Grundschuld im Streitfall nicht unverzüglich von der Bank freigegeben wird.

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